Wer seine Hand an den Pflug legt und sieht zurück, der ist nicht geschickt für das Reich Gottes. (Luk. 9,62)
von G. und D. Reißig

Dieser Vers hat in mir immer Unbehagen erzeugt. Warum ?
Ich bin auf einem Bauernhof aufgewachsen. Mein Opa sagte immer: wenn du biet pläugen büst, denn dreih di ok einst üm, üm tau seih`n, dat de Fohr ok ollig grad is.
(Wenn du pflügst, dreh dich auch mal um, damit du siehst, ob die Furche auch gerade ist.) Daran muß ich immer denken, wenn ich diesen Vers lese oder höre.
Mit den Jahren ist mir dann klar geworden, dass das Umdrehen einen anderen Sinn bezweckt: Ich soll dem Vergangenen nicht nachsehen. Das was hinter mir liegt, hat Jesus schon vernichtet. Durch das Umdrehen werde ich versucht, Altes wieder in den Blick zu bekommen. Jesus will, dass wir mit IHM nach vorne blicken. Er geht voran, ich brauche nur zu folgen. Er ebnet mir den Weg.
Dabei ist es egal, ob der Weg hinter mir krumm und uneben war. Was zählt, ist die Gegenwart des Herrn. Er nimmt mich mit.
Dafür bin ich froh und dankbar.