„Freut euch aber, dass eure Namen im Himmel geschrieben sind“  Lukas 10, 20
G. Reschke

Eine Aufforderung zur Freude, na toll! Auch noch zum Inhalt der Freude…
Das geht ja gut los. Hm…und was ist, wenn nicht?
Wer lässt sich denn schon gern vorschreiben, zu was er sich freuen soll?
Freude ist spontan und ehrlich. (Wenn es keine Schadenfreude ist.)
Kann man sich auch unpassend freuen?
Scheinbar ja, denn die Jünger Jesu freuten sich, dass ihnen ihr Dienst gelungen ist, durch Gebet sind kranke Menschen gesund geworden, es sind Kräfte des Himmels und der Erde in Bewegung gekommen, Unfassbares erlebten die treuen Nachfolger Jesu. Alles nach Plan und Auftrag. Mehr geht nicht. Auf jeden Fall Grund zur Freude. Verständlicher Weise, waren sie ganz aus dem Häuschen, ja außer sich vor Freude.
Es ist genial, Wunder Gottes zu erleben. Wir alle, die wir uns Christen nennen, sind dazu aufgefordert Jesus beim Wort zu nehmen und unmögliches zu erbitten in SEINEM Namen. Ja und wenn wir es auch mutig tun und sogar Gebetserhörungen erleben, ist die Freude grenzenlos. So fühlten sich die Jünger und in dieser Freude und Begeisterung, kommt die ernüchternde Feststellung Jesu: „Freut euch aber, dass eure Namen im Himmel geschrieben sind.“
Ach so, aha…so, so…Es brauchte sicher einen Augenblick, ehe sie verstehen konnten, was Jesus da sagte. ER eröffnete ihnen eine neue Perspektive. Es geht IHM nicht nur um das hier und jetzt, nein, es geht um mehr, denn ER lenkt die Freude auf ein noch größeres Ziel hin. Es geht IHM um die Ewigkeit.
Ich glaube, dass ER die Freude der Jünger sehr gut verstehen kann und möchte aber mehr geben. ER lenkt die erlebten Momente auf noch etwas Größeres hin. Weckt somit Sehnsucht nach dem himmlischen zu Hause, nach der eigentlichen Bestimmung.
Ich kann mir vorstellen, dass das erst einmal innerlich sacken musste bei den Jüngern. Immer wieder gab es viel zu lernen und zu erleben in Jesu Gegenwart.
Das ist bis heute so. Wie oft denke ich, so ist es und dann ist es doch ganz anders.
Und nun beginnt die Passionszeit. Wir bedenken die Leidenszeit Jesu. Will ich da auch lernen von IHM?
Nachfolge also nicht nur Freude und Abenteuer, sondern auch mit IHM leiden, aushalten, Unverstand ertragen, sich demütigen lassen und trotzdem weiter glauben und daran festhalten, das Gottes Gerechtigkeit zum Ziel kommt?
Manches geht nicht auf und ich muss doch immer mal „nachsitzen“ bei Jesus, um zu verstehen, was manchmal nicht zu verstehen ist.
Heiliger Geist, DU hilfst uns, danke, du gibst niemanden und niemals auf!!!