J. Reimann

Wenn ich am Morgen die Losungen oder in der Bibel Worte zur Passionszeit lese, denke ich, dass Gott mich gerade in dieser Zeit fragt: Wer bin ich für Dich?
Heute habe ich zum Frühstück das Radio angemacht, in der Hoffnung auf ein paar schöne Oldies. Es kam ein Lied was mich berührt hat.
Wir leben an der Küste, kennen Wind und Sturm und wer schon einmal ein Unwetter auf See miterlebt hat, der weiß um die Gefahren und auch durchaus um die Ängste.
In jedem Leben gibt es Sturm, Unwetter, Sonne und ruhige See, wir alle haben unsere Ängste, doch wenn wir Gott auf dem Sender haben, ist seine Hilfe und Vergebung bei uns …
Das Lied … Gott muss ein Seemann sein
Keiner geht verloren.
Keiner bleibt allein.
Er lässt seine Mannschaft nicht allein.
In diesem Sinne und mit Gottes Wort durch die Zeit.

Not in unserer Welt
(Ph. Thies)

Liebe Gemeindemitglieder, seit seiner Schöpfung hat der Mensch immer wieder Krieg geführt. Wir richteten unsere Gewalt stets gegeneinander. Die Gier zerfraß die Gedanken der Menschen. Mord und Totschlag waren ständige Begleiter der Menschheit. Wir ignorierten die Lehren, die uns Gott gab und wanden uns vom Ihm ab. Weiterlesen

7 Wochen ohne
(G. Sieveking)

Wir sind jetzt mittendrin in der Fastenzeit. Mit Aschermittwoch lädt die Kirche in diese besondere Zeit bis Ostern mit der Idee „7 Wochen ohne“ ein. Jeder und jede ist eingeladen darüber nachzudenken, auf was man verzichten möchte für eine Zeit von „7 Wochen.“ Es sollte etwas sein, auf das ich eigentlich sehr gerne im
täglichen Alltagsleben zugreife. Weiterlesen

„Wie können wir denn leben?“
– Gedanken zur Passionszeit von A.B.

„Unsre Sünden und Missetaten liegen auf uns, dass wir darunter vergehen. Wie können wir denn leben?“ (Gottfried August Homilius)
Gottfried August Homilius, ein Schüler Johann Sebastian Bachs komponierte dieses Werk – ein Stück aus seinem Passionsoratorium „Ein Lämmlein geht und trägt die Schuld) im 18. Jahrhundert. Weiterlesen

Was bedeutet für mich die Passionszeit?
Ch. Passehl

Das Kreuz!
Wir leben in einer Zeit, in der alle menschlichen Sicherheiten bröckeln, die Beliebigkeit wird zum Alltag.
Wo finden wir Ruhe und Besinnung?
Wollen wir das überhaupt noch?  Ich ja.
Meine Sorgen, Nöte, Fragen und Freuden darf ich Jesus unter das Kreuz legen – einfach so – im Gebet, in der Stille.
Das entlastet mich, nicht nur in der Passionszeit.
Auch wenn ich manches nicht verstehe, weiß ich, Jesus liebt mich bedingungslos. Mehr geht nicht – mehr brauche ich nicht.
Diese Erfahrung möchte ich gerne mit Euch / Ihnen teilen.

Gedanken zur Passionszeit
A. Köhn

Passionszeit. Eine ganz besondere Zeit. Eine Zeit, in der wir ganz bewusst verzichten und uns darauf besinnen, was wir wirklich zum Leben brauchen, was uns wirklich wichtig ist. Die innere Einkehr. Das Bewusstsein, dass ich immer in Gottes Hand bin. Dass auch nach aller Dunkelheit das Leben über den Tod siegen wird. Weiterlesen

Gedanken zu Mt. 26, 6 – 12 –
H. Mutschler

Mich hat die Geschichte von der Salbung Jesu durch Maria in den letzten Tagen besonders beeindruckt. Ohne Worte lässt sie Jesus ihre Liebe zu ihm spüren. Sie stellt keinerlei Überlegungen an, ob das, was sie tut schicklich oder/und ökonomisch ist. Sie schüttet einfach ihre Liebe über ihm aus. Schon früher haben seine Worte sie ergriffen – sie saß zu seinen Füßen und hörte.
Fließt der Mut zu solch „unvernünftigem“ Handeln aus der Stärke ihrer Liebe? Kann sie so handeln, weil sie nur auf IHN sieht? Mir fällt eine Parallele ein: Auch das Sterben Jesu für uns ist höchst „verschwenderisch“. Es „rechnet“ sich für Gott nicht.
Wie ist es um meine Liebe zu den Menschen in meinem Umfeld bestellt?
Auch das rührt mich in der Geschichte an: Jesus nimmt diese handelnde Liebe der Maria für sich ohne Wenn und Aber gerne an. Er scheint sich darüber zu freuen und lässt das Gute an sich geschehen (Salbung für sein Begräbnis). Er nimmt Maria in Schutz gegen das so sehr vernünftige Umfeld. Ich merke, dass dies nicht so recht in mein bisheriges Bild von Jesus passt. Mein Jesus ist der autarke, immer überschwänglich Gebende, für den solche Gesten nicht von Bedeutung sind.
Mein Bild darf sich verändern. Er ist wahrer Mensch und wahrer Gott!
Wenn ich bedenke, dass er sagte: „Alles, was ihr diesen, meinen geringsten Brüdern getan habt, das habt ihr mir getan“, bin ich gespannt, wo ich ihn in dieser Passionszeit herzlich und ganz praktisch lieben kann.